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Bypass gegen Finanzinfarkt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: enter-tener   
Donnerstag, den 12. Januar 2012 um 09:33 Uhr

Grundeinkommen als Vollgeld?

Das Finanzsystem hat ein solches Maß an Perversion erreicht, daß nur hohchgradig pathologische Selbstverstümmler sich in die Nähe dieser durchgedrehten Kapitalturbine wagen. Was außer Kontrole geraten ist zum Schaden der Nationen ist nicht mehr auf ungefährliche Drehzahlen rückfahrbar. Der Turbokapitalismus muss an sich selber zugrunde gehen nach den Gesetzen, mit denen die Natur ihre grausamen Selbstreinigungsprozesse durchführt. Die Schlange hat sich an sich selber verschluckt.

Die einzige Chance der sich anbahnenden Selbtsvernichtung des Weltwährungssystems zu begegnen oder zumindest die Auswirkungen auf die Gesellschaften zu mildern, liegt darin, den weltweiten Infarkt der Zahlungsströme durch geschicktes Anlegen eines Bypasses zu verhindern. Bereits im Mai 2009 wurde hier im Zusammenhang mit dem bedingungslosen Grundeinkommen eine Lösung unter dem Stichwort Vollgeld skizziert, die jedermann einsichtig und nachvollziehbar diejenigen Staaten vor der bevorstehende Katastrophe bewahren kann, die sich zur Verwirklichung dieses Schrittes entschließen.

Die damaligen Überlegungen waren noch auf die Fragen der Finanzierbarkeit des Grundeinkommens ausgerichtet. Heute geht es schlicht um den einzig möglichen Ausweg aus der globalen Verschuldungskatastrophe.

Jetzt gefordete neue Konjunkturprogramme sind abslolut kontraproduktiv, weil sie die Schlange nähren und nicht die Opfer. Die von EU und den maßgeblichen Staaten über EZB/EWS losgetretenen Geldlawinen stärken den Todestrieb der sogenannten Märkte, dienen aber in keinster Weise der Stabilisierung der finanziellen Grundlagen der europäischen Völker!

Nur mit einem neuen stabilen Geld (Vollgeld) zur Gewährleistung des Zahlungsverkehrs für den Grundbedarf der Volkswirtschaften lässt sich der Sterbeprozeß des globalen Finanzsystems für den Bürger noch erträglich gestalten. Vollgeld ist keine zweite Währung innerhalb der bestehenden EU-Währungen. Es ist lediglich durch geringfügigen Beschränkungen gegenüber dem übrigen Währungssystem gekennzeichnet. Diese sind:

  • Vollgeld ist nicht verzinsbar
  • Vollgeld ist nicht börsenfähig
  • Vollgeld ist nicht beleihbar
  • Vollgeld ist nicht kreditierbar
  • Jeder Bürger hat einen monatlichen Anspruch auf maximal 1000 € Vollgeld
  • Vollgeld kann ausschließlich für die Erfordernisse des Grundbedarfs der Bürger als Zahlungsmittel verwendet werden!

Die Einführung des Vollgeldes geschieht ohne Erhöhung der Staatstverschuldung. Zur der Etablierung des Vollgeldes bedarf es keiner Investition seitens der Staaten, sieht man einmal von den Kosten für Stempel und Stempelkissen zur Markierung der €-Scheine als Vollgeld ab. Mit den Banken können Gebühren über die Führung der Vollgeldkonten vereinbart werden, deren Erlöse sich Staat und Banken teilen. Die Auflagen an die Bürger bestehen lediglich darin, daß der Summe des im Laufe des Jahres erhaltenen Vollgelds Ausgaben des täglichen Bedarfs (Ernährung, Energie, Kleidung, Wohnen, etc.) in gleicher Höhe gegenüberstehen.

Es bedarf keinerlei zusätzlicher Geldschöpfung des Vollgeldes durch die Zentralbanken, sondern lediglich eines Verwaltungsaktes, der das Vollgeld als gesetzliches Zahlungsmittel für die genannten Zwecke deklariert. Die Einführung des neuen Geldes wird aus dem Geldkreislauf des bestehenden Geldes gewonnen. Nach Ablauf eines Jahres sind alle Volkswirtschaften, die dieses einführen, mit dem zur Deckung des Grundbedarfs der Bevölkerung notwendigen Geldbedarfs gesättigt. Alle Bürger dieser Staaten können dann dem Untergang der bestehenden Währungssysteme mit Gelassenheit begegnen. Ihre Grundversorgung ist durch das goldwerte Vollgeld inflationsresistent gesichert!

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 13. Januar 2012 um 08:29 Uhr
 

kurz gefasst

Genau genommen müsste man sie allesamt aus den Ämtern treiben, die Politiker, die in den anderthalb Jahren nach der Finanzkrise nichts Wirksames getan haben, um die „Monster" so zu zähmen, dass die Staaten nicht erneut in ihre Geiselhaft geraten.

Tissy Bruns im Tagesspiegel vom 8.5.2010


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